Nusa Lembongan

von Marco

Unsere Fahrt mit dem Speedboat dauerte nur 30 Minuten. Nach etwa 25 Minuten wird man kurz vor dem Strand von dem großen Speedboot auf ein kleines Boot „geladen“, welches dann fast bis an den Strand fährt….fast. Das heißt, man muss dann ins knietiefe Wasser springen, während man die Koffer und Rücksäcke im Schlepptau hat. Also schnell alle Mann die Schuhe aus, denn hier wurde schon gedrängelt. Sobald man am Strand ist, wird man sofort von unzähligen Taxifahrern angesprochen. Wir hatten den Transfer schon über unser Hotel gebucht. Dieser dauerte ca. 15 Minuten auf einer Art Pickup 😉

Unser Hotel war das Pattri Garden Lembongan. Ein kleine Bungalow Anlage in der Nähe vom Mushroom Beach. Dort angekommen, wurden wir vom Chef Adi empfangen. Adi war ein sehr netter und hilfsbereiter Gastgeber, der uns erstmal alles erklärt hat. In unserem Zimmer angekommen haben wir alles abgeladen und uns unter die Dusche gestellt.

Anschließend ging es zum Abendessen. Zunächst wollten wir in ein Warung, das in der Nähe des Hotels lag, das Soku Warung. Jedoch war es dort schon voll und somit sind wir an den Mushroombeach gelaufen und haben uns dort ein Restaurant am Strand ausgesucht. Heute hatten wir Lust mal was anderes zu essen und somit bestellten Vera und ich uns tatsächlich Burger….was soll ich sagen, es war total lecker 😉

Die Insel Nusa Lembongan liegt südöstlich von Bali und ist von Nusa Ceningan durch einen flachen Mündungskanal getrennt. Eine schmale Brücke, die sogenannte Yellow Bridge, verbindet die beiden Inseln miteinander. Die Brücke ist nur für Fußgänger und Zweiradfahrer. Am zweiten Tag sind wir vormittags über die Yellow Bridge nach Nusa Ceningan gelaufen und haben dort am Strand zu Mittag gegessen.

Das tolle Warung hatte auch einen Pool und sogar auch Kinderschaukeln. Dort haben wir uns hingesetzt, gegessen und die Kinder konnten schaukeln und sich im Pool austoben.

Im Kanal zwischen Nusa Lembongan und Nusa Cenigan beherbergt viele Algenplantagen. Die Algen werden für die Kosmetikindustrie angebaut. Beim Vorbeilaufen sieht man im Meer viereckige dunkle Flächen. Bei Ebbe können die Arbeiter dann die Algen ernten. Während der Ebbe riecht es dann ganz stark nach Algen und Meer 😉

Auf dem Rückweg sind wir wieder über die Yellow Bridge gelaufen und haben uns dann ein Taxi genommen. Die Kinder hatten das am Vormittag so gut mitgemacht, dass wir nicht die gute Laune aufs Spiel setzten wollten 😉. Im Hotel angekommen ging es dann noch eine Runde in den Pool. Am Abend sind wir dann etwas früher als am Tag zuvor in das Soku Warung. Diesmal waren wir frühzeitig da und haben auch einen Platz bekommen. Es war sehr lecker 😉

Am folgenden Tag sind wir an den sogenannten Dream Beach gelaufen. Eine kleine Bucht umgeben von steilen Klippen im Südwesten der Insel. Der Strand war sehr schön zum Anschauen aber zum Baden nicht geeignet. Die Brandung und die Strömung sind hier zu stark. Also sind wir weiter südlich zum Aussichtspunkt „Devil’s Tears“ gelaufen.

Hierbei handelt es sich um eine offene Felsformation direkt am Meer, die wie eine große Träne aussieht. Durch die starke Strömung am Devil’s Tear, schlägt das Meer mit so einer Wucht gegen die Felsen, dass es teilweise meterweit in die Höhe geschleudert wird. Wenn man zu nah am Rand steht kann es gut vorkommen, dass man von einer großen Wasserfontäne erwischt wird.

Hier haben wir uns auf ein Holzpodest gesetzt und haben das ganze Spektakel eine Weile beobachtet. Die Kinder fanden es total spannend und irgendwann haben wir uns einen Spaß daraus gemacht die Leute auszulachen, die von einer Wasserfontäne erwischt wurden 😊

Die Kinder haben immer mitgefiebert wann die nächste hohe Welle kommt und haben sich riesig gefreut, wenn es ordentlich gespritzt hat.

Danach sind wir an den Sandy Beach zur Sandy Bay Beach Bar gelaufen um dort zu Mittag zu essen. Hier konnten die Kinder wieder im Infinitypool spielen und sich austoben. Unterhalb von dem Restaurant war ein heller Sandstrand mit einigen großen Felsen und wir haben hier einfach eine Weile die Aussicht genossen.

Abends sind wir wieder zum Mushroom Beach, und in die „Hai Bar“ zum Abendessen gegangen. Tolles Restaurant, direkt am Strand. Das tolle dabei ist, dass die Kinder am Strand spielen können, während wir alle auf das Essen warteten. Eine hohe Garantie, dass die Kinder abends im Bett ruckzuck einschlafen 😉

Am nächsten Morgen bekamen wir von einem anderen Hotelgast einen Tipp für einen Ausflug. Er zeigte uns einen unbekannten Weg direkt am Meer entlang, über Steilküsten mit Abstiegen zu einer kleinen Badebucht, der auf der Landkarte gar nicht zu erkennen war. Am Vormittag machten wir uns auf den Weg und es stellte sich heraus, dass es ein hervorragender Tipp war. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Friseur vorbei und wir beschlossen spontan, dass die Herren der Schöpfung einen Haarschnitt bekommen sollen.

Es dauerte ein paar Minuten bis es losging, denn der Friseur musste erst gerufen werden. Er konnte sogar ein paar Wörter deutsch und am Schluss waren alle drei zufrieden mit ihrer neuen Frisur. Der Haarschnitt hat für alle zusammen sage und schreibe 9,30 € gekostet.

Danach machten wir uns weiter auf den Weg zu dem tollen kleinen Spazierweg ohne viel Trubel dafür aber mit schönen Ausblicken. Auf dem Weg entdeckten wir eine kleine Bungalowanlage mit Restaurant, in das wir dann spontan zum Mittagessen geblieben sind. Es handelte sich um das vegetarische Restaurant „The Playful Table by MORIN“. Hier konnten wir bei herrlichem Ausblick wirklich köstliches Essen genießen. Die Besitzerin zeigte unseren Kindern noch kleine Welpen, die gerade mal 2 Wochen alt waren und unsere Kids durften die kleinen „Puppies“ streicheln. Anschließend ging es noch zu der kleinen Badebucht, dem sogenannten Song Lambung Beach. Hier kühlten wir uns alle im Meer ab und relaxten am Strand. Während unsere Kinder am Strand spielten kamen zwei australische Kinder auf unsere zu und fragten, ob sie gemeinsam mit Ihnen eine Runde auf dem Kajak fahren wollten…einfach so 😊. Mich fasziniert es immer wieder, wie Kinder einfach aufeinander zukommen, und sich trotz unterschiedlicher Sprache so toll miteinander verstehen.

Nach einiger Zeit gingen wir etwas weiter in die nächste Ortschaft. Dort haben wir uns noch ein paar Shops angeschaut und dann haben wir uns ein Taxi zurück in Hotel genommen. Dort angekommen lief wie immer das gleiche Programm ab: Pool, duschen und Abendessen. Zum Abendessen waren wir wieder im Soku Warung um die Ecke. Danach ging es noch etwas an den Strand. Dort konnten die Kinder noch etwas rumtoben.

Der nächste Tag war schon der Abreisetag. Adi hatte für uns ein Transfer zum Hafen organisiert. Er fuhr sogar mit dem Roller hinterher um uns dort nochmal genau zu zeigen, wo wir hinmussten. Trotz allem würden wir nicht mehr in der Anlage übernachten. Der Pool und der Garten waren traumhaft schön, aber die Zimmer könnten etwas sauberer sein. Die Moskitonetze hatten Flecken und aufgrund des Strohdaches roch es etwas nach nassem Holz in der Unterkunft.

Unser nächstes Ziel ist Lombok, genauer Senggigi. Die Überfahrt mit dem Speedboot dauerte ca. 3 Stunden. Etwas anstrengend und nervig, da das Boot vollgepackt ist mit Menschen und die Belüftung nicht gerade top ist. Da ist man immer froh, wenn man endlich angekommen ist.

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