In Amed waren wir im „Life in Amed Beach Hotel“ untergebracht. Hier werden wir die nächsten 3 Nächte bleiben. Die Anlage des Hotels war echt sehr ansprechend, klein und freundlich. Wir hatten hier einen Familienbungalow. Hier waren ein großes Bett im Endgeschoss und zwei Einzelbetten in einer Art Galerie. Beim Bad handelte es sich wieder um ein offenes Bad. Der Garten und den Pool hatten wir direkt vor unserem Bungalow. Gleich nach unserer Ankunft sind wir noch eine Runde in den Pool.



Direkt hinter dem Hotel war ein Strand. Den haben wir auch noch erkundet und sind auch noch kurz ins Meer gesprungen. Kaum war ich im Meer kam ein Einwohner an den Strand und wollte mich für das Abendessen in sein Warung bitten. Ich teilte ihm mit, dass wir gerade erst angekommen sind und wir noch keine Pläne haben und auch keine machen möchten. Dann hat er mir gleich eine Schnorchelausrüstung zum Leihen angeboten. Auch hier teile ich ihm nochmal mit, dass wir gerade erst angekommen sind…vielleicht morgen. Dann sagte er, dass er die Speisekarte seines Warungs holen würde und mir gerne einen Tisch für den Abend reservieren würde. Alles zwar immer sehr freundlich aber trotzdem aufdringlich. Auch hier teile ich ihm zum erneuten mal mit….ihr wisst schon 😉. Kaum war der Kollege verschwunden, war fünf Minuten später der Nächste da, mit dem absolut gleichen Programm. Auch hier wieder freundlich aber aufdringlich. Vielleicht tue ich den Leuten unrecht, aber irgendwie hatten wir genau aus diesem Grund schon gar keine Lust zu denen ins Warung zu gehen. Am ersten Abend haben wir uns einfach entschieden, im Hotel zu essen.
Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück an den benachbarten Strand, den Lipah Beach gelaufen. Dort kann man toll schnorcheln und mit etwas Glück sogar Schildkröten sehen. Zu Fuß dauerte es ungefähr 10 Minuten. Die Strände in Amed bestehen alle aus schwarzem Lavasand. Am Strand konnten wir uns dann eine Liege mieten und für uns Erwachsene haben wir noch jeweils eine Schnorchel Ausrüstung geliehen. Die Leihgebühr betrug 70.000 IR (4,30€) pro Person. Das schnorcheln an dieser Stelle war wirklich schön. In direkter Strandnähe konnte man viele Korallen und viele bunte Fische entdecken. Wir mussten nur ein paar Schritte ins Meer laufen und direkt drauf los schnorcheln. Bei der ersten Schnorchelrunde waren wir ca. eine Stunde im Wasser. Hier konnten wir Fische, Korallen und eine kleine Muräne entdecken…aber leider keine Schildkröten. Wir legten erstmal eine kleine Mittagspause ein und gingen in ein Warung direkt am Strand. Es ist einfach toll direkt am Strand zu essen und dabei den Ausblick auf das offene Meer zu genießen 😊


Nach der Pause legten wir noch eine Schnorchelrunde ein, bevor wir wieder zurück ins Hotel sind. Wir suchten uns eine andere Stelle am Strand und legten drauf los. Und dann plötzlich entdeckten wir sie 😊 Ziemlich in Strandnähe sahen wir eine große Schildkröte am Meeresgrund wie sie gemütlich über einen Seegrasteppich schwamm und hier Futter suchte. Ich war froh, dass ich meine GoPro dabei hatte um diese faszinierenden und schönen Tiere filmen zu können. Wir beobachteten die Schildkröten ziemlich lange und konnten sehen, wie die Tiere nach einiger Zeit an die Oberfläche schwammen, um Luft zu holen. Einmal ist eine Schildkröte direkt neben uns aufgetaucht und schwamm neben Nelio. Als die Schildkröte abtauchte entdeckten wir noch 2 weitere Schildkröten. Nachdem wir die Tiere einige Zeit beobachtet haben, entschieden wir uns, wieder zum Hotel zu laufen. Zum Abendessen sind wir noch in ein Warung gefahren und danach ziemlich zeitig ins Bett. Schnorcheln macht schon müde.


Der nächste Tagesablauf war ähnlich dem vorherigen. Nach dem Frühstück sind wir an einen naheliegenden Strand gelaufen und haben dort etwas geschnorchelt. Hier hing auch eine Schaukel an einem Baum über dem Wasser, mit der die Kinder einen riesen Spaß hatten. Zum Mittagessen sind wir in ein Warung an der Straße, ins „Green Melon“, das wir morgens noch von anderen Gästen empfohlen bekommen haben. Der Besitzer war sehr nett und das Essen sehr lecker. Da das Warung nicht weit von unserem Hotel lag, entschieden wir uns, am Abend wieder hin zu gehen. Während wir auf unser Essen warteten, spielten unsere Kinder mit den Kindern des Besitzers im Hof neben dem Restaurant Fußball und fangen. Die einheimischen Kinder zeigten unseren Kindern ein Küken und sie durften es streicheln 😊. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und verstanden sich prächtig. Nach dem Essen fuhr uns der Besitzer sogar noch an unser Hotel (da der Weg schon sehr dunkel war).


Der nächste Tag war Abreisetag. Wir hatten in Ubud schon den Transfer von Amed nach Kusamba organisiert. In Kusamba am Hafen sollten wir auf ein Speedboot steigen und nochmal 30 Minuten zu unserem nächsten Ziel, Nusa Lembongan, fahren. Der Fahrer sollte uns um 8:30 Uhr am Hotel abholen, dass wir das Boot um 10:30 Uhr nehmen können. Die Fahrt dauert normalerweise ca. 1,5 Stunden. Also eigentlich alles kein Problem.
Wir warteten und warteten, und der Fahrer kam tatsächlich erst um 9:15 Uhr an. Es handelte sich um einen älteren Mann. Als ich ihn fragte ob wir es noch rechtzeitig schaffen, sagte er, er ist nur der Fahrer und hat keine Ahnung. Ich erklärte ihm nochmal, dass wir pünktlich am Hafen sein müssen, um unser Boot zu bekommen, welches wir gebucht und bereits bezahlt haben. Also rief er seinen Vorgesetzten an und plötzlich war er ganz nervös. Ab jetzt ging die „Horrorfahrt“ los. Die Fahrt bis das Kusamba war für uns alle der Horror. Der Fahrer ist gefahren, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Er überholte in Kurven obwohl uns Autos entgegenkamen, hätte fast ein paar Rollerfahrer vom Roller geholt, hat fast einen Hund platt gefahren, und ist so dicht aufgefahren, dass ich die Tachoanzeige des Autos vor uns erkennen konnte. Es war sogar so schlimm, dass ich nach 45 Minuten eine Vomex nehmen musste, da ich kurz davor war, mich zu übergeben. Und ich habe bestimmt keinen empfindlichen Magen. Vera klammerte sich hinten fest und die Kinder haben das Ganze zum Glück gar nicht so dramatisch wahrgenommen. Ich fragte den Fahrer mal zwischenzeitlich voller Ironie, ob er das deutsche Wort „Nahtoderfahrung“ kenne 😊.
Letztendlich kamen wir um 11:10 Uhr am Hafen an und die Fähre war weg…somit hat sich die Kamikaze-Fahrt nicht gelohnt und noch dazu würde die nächste Fähre erst um 15:30 Uhr fahren. Also mussten wir nun 4 Stunden am Hafen aushalten. Hier waren wir schon ziemlich genervt, da uns der ganze Tag flöten ging aber was sollten wir machen. Nächster Stop also Nusa Lembongan…nur um 5 Stunden verspätet.














































