Indonesien: Bali – Ubud – Teil 2

von Marco

Den kommenden Tag wollten wir Ubud noch ein bisschen auf eigene Faust erkunden. Vormittags machten wir uns auf den Weg zum Bukit Campuhan Wanderweg. Der Wanderweg war nicht weit von unserer Unterkunft entfernt. Bukit heißt auf indonesisch Hügel und wenn man den Campuhan Ridge Walk Bali entlang läuft, wird man mit satt-grüner Natur und vielen tollen Ausblicken auf die umliegenden Wälder, Pflanzen und Reisfelder belohnt. Nach ca. 2 km endet der Wanderweg an einem sehr schönen Café, dem Karsa Café Ubud. Hier kann man sich unter einem schönen Pavillon an einem angelegten Teich erholen und zu Mittagessen. Der Ausblick und die Ruhe sind die gerechte Belohnung nach der kleinen Wanderung. Genau in dieser Reihenfolge haben wir das dann auch getan. Auf dem Weg mussten wir mehrmals unsere Kinder ermutigen und motivieren weiterzulaufen. Man muss zugeben, dass es auch schon für uns auch anstrengend war, da es ziemlich heiß und schwül war. Als Belohnung haben wir Eis am Ende des Wanderweges versprochen. Das hat zumindest kurzweilig motiviert 😉.

Nachdem wir uns gestärkt haben waren wir alle wieder fit und konnten uns den Rückweg machen. Anschließend sind wir zurück in unsere Unterkunft und haben uns etwas ausgeruht. Am Nachmittag haben wir uns dann fertig gemacht, da wir noch einen Tempel besichtigen wollten und danach zum Abendessen gehen.

Auf dem Weg zum Saraswati Tempel kommt man an vielen Markständen vorbei, an denen man von Textilien, Souvenirs, Spielzeug, bis hin zu Getränken und Essen alles kaufen kann. Hier wird man an jedem Stand angesprochen, ob man nicht etwas kaufen möchte: „Cheap price for you Madame“ und den Kindern wird das Spielzeug förmlich fast direkt in die Hand gedrückt. Um manchen aufdringlichen Überredungskünsten der Verkäufer zu umgehen, haben wir unseren Kindern beigebracht, mit „No, thank you“ zu antworten, wenn sie an einem Stand angesprochen werden. Die Reaktion der Kinder überrascht auch die meisten Verkäufer und wird mit einem herzlichen Lacher beantwortet.

Der Saraswati Tempel war ganz nett aber etwas überlaufen. So sind wir nur einmal über den Vorplatz gelaufen und anschließend sind wir alle einvernehmlich essen gegangen. Gelaufen sind wir an diesem Tag genug 😉

Am folgenden Tag haben wir wieder eine Tour mit dem balinesischen Fahrer, Made, gemacht. Dieser hat uns Bali wirklich toll nähergebracht. Auch während der Fahrt von einem Ziel zum nächsten, erklärt er uns viel über Land und Leute. Heute war die erste Station der Meerestempel, Pura Tanah Lot, der an der Küste im Südwesten von Bali zu finden ist. Der Tempel liegt auf einer Felsspitze im Meer nahe dem Ufer. Auf dem Fußweg ist Tanah Lot nur bei Ebbe zu erreichen. Das klassische Fotomotiv zeigt den Tempel bei Sonnenuntergang, jedoch ist dann auch der Besucherandrang am größten. Deshalb sind wir am Morgen dorthin. Hierdurch konnten wir der großen Masse an Touristen entkommen.

Made führte uns danach nördlich zu den Reisterrassen von Jatiluwih. Diese sind bei Weitem nicht so überlaufen wie die Reisterrassen in bei Ubud. In Jatiluwih konnten wir stellenweise Bauern sehen, die auf dem Feld arbeiteten. Die schön angelegten Reisfelder laden bei jedem Anblick erneut zum Staunen ein. Schließlich wurden die Reisfelder in schweißtreibender Handarbeit angelegt. Dafür musste der Boden aufgeklopft, und Kanäle für das ausgefeilte Bewässerungssystem durch die hügelige Landschaft gezogen werden. Jede Reispflanze wird per Hand eingepflanzt. Absolut faszinierend.

Nach den Reisterrassen machten wir noch einen kurzen Stopp in einer Kafferösterei. Hier konnten wir den für Bali bekannten Luwak Kaffee, welcher als der „teuerste Kaffee der Welt“ zählt, probieren Die Luwak Bohnen werden aus dem Kot von Schleichkatzen gesammelt. Als Kaffeetrinker wollte ich natürlich einmal diesen Kaffe probieren und selbst schmecken, was so besonders daran sein soll. Naja, was soll ich sagen? Ich selbst fand, der Kaffee schmeckte nach einem milden, weichen Kaffee. Wüsste ich nicht, dass es der “Katzenscheiße” Kaffee ist, hätte ich auf normalen, leckeren Filterkaffee getippt. Von daher lohnt es sich für mich nicht, mehr Geld für diesen Kaffee auszugeben 😉

Unser Endziel für diesen Tag war der bedeutende Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan. Der Wassertempel liegt in den Bergen im Zentrum von Bali, auf 1200 m Höhe direkt am Bratan-See. Der See ist ein ehemaliger Krater von einem Vulkan, der sich mit Wasser gefüllt hat. Das Wasser gilt als heilig. Ulun Danu heißt übersetzt “Kopf des Sees” und ist der Wasser-Göttin Dewi Danu gewidmet. In dem schönen Garten der Tempelanlage lässt es sich schön spazieren und dabei die darin verteilten verschiedenen Schreine und Tempelbauten betrachten.

Danach ging es mit dem Auto zurück nach Ubud. Kurz vor Ubud wurde der Verkehr immer dichter. Als ich auf Google Maps mal schaute, sah ich das es nur noch 11 Kilometer bis zu unserer Unterkunft waren…jedoch benötigten wir hierfür sage und schreibe über eine Stunde. Zuhause angekommen, sind wir noch schnell was essen gegangen und danach ging es zurück ins Zimmer und ab ins Bett 😉

Der nächste Tag war auch gleichzeitig der Tag der Abreise. Hier haben wir mit Made ausgemacht, dass er uns zu unserer neuen Unterkunft nach Amed fährt und auf dem Weg 2 wichtige Sehenswürdigkeiten zeigt. Bei Abreise in unserer Unterkunft kam das Besitzerehepaar noch und hat sich herzlich bei uns verabschiedet und die Kinder bekamen natürlich noch eine Umarmung 😊. Auch vom Haushund „Winas“ haben sich die Kinder verabschiedet, den Leano immer „Schlawiener Wurst“ genannt hat.

Unser erster Stop war an der Pura Besakih Tempelanlage. Der von den Einheimischen bezeichnete Muttertempel ist der heiligste, größte und älteste Tempel auf Bali. In 900 Metern Höhe am Südwesthang des immer noch aktiven Vulkans Gunung Agung (3142 m) ist der Pura Besakih von allen Tempeln auf Bali den Göttern am nächsten. Nach dem balinesisch-hinduistischem Glauben, gilt der Vulkan als Heimstätte der Götter und versinnbildlicht zugleich den Mittelpunkt des Universums.

Am Tempel angelangt, waren viele Einheimische mit ihren Familien auf dem Gelände. Da es Sonntag war, gehen viele Einheimische mit der ganzen Familie zum Tempel um dort Opfergaben zu verteilen. Das Gelände umfasst 3 Haupttempel und ca. 30 Nebentempel. Hier schlenderten wir über die Anlage und betrachteten das bunte Treiben.

Anschließend ging es zum Tirta Gangga Wasserpalast im Osten Balis. Diese schöne Anlage besticht durch Ihre schön angelegten Becken und Brunnen. In dem Wasserbecken sind Steinplatten verlegt, auf denen man sich über das Wasser bewegen kann. Im Becken befinden sich etliche Koi-Karpfen. Da der Palast auch schon sehr bekannt ist, dient er natürlich auch für viele Touristen als tolle Fotokulisse und dementsprechend ist es auch sehr voll hier.

Danach machten wir uns dann auf den Weg nach Amed, da wir hier nicht so spät ankommen wollten, um noch ein bisschen zu relaxen und die Kinder endlich wieder mal in einem Pool baden können.

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