Nach Malaysia, Kuala Lumpur ist die nächste Station die Insel Bali in Indonesien.
Mit dieser Station beginnen wir die 2. Hälfte unserer Reise.
Da wir aufgrund kleiner organisatorischen Dinge unseren Flug um einen Tag verschieben mussten, mussten auch eine neue Unterkunft her da die ursprüngliche Wahl für diesen Zeitraum kein Zimmer mehr frei hatte 😉
Ein Hoch auf Booking.com, da man hier kurzfristig kostenlos stornieren kann. Nach etwas Recherche fand ich ein kleines Homestay mitten in Ubud. Hier werden wir für 5 Tage im Winas Homestay bleiben. Eine familiengeführte kleine Unterkunft. Der Eindruck war gut, der Preis viel besser, also habe ich gebucht.
Gegen einen kleinen Aufpreis haben wir gleich den Transfer vom Flughafen zur Unterkunft mitgebucht. Hier hat uns der Besitzer persönlich abgeholt. Der erste Eindruck war super sympathisch und absolut nett. Die Fahrt von Denpasar nach Ubud dauerte etwa 1,5 Stunden. Die Kinder sind im Auto direkt eingeschlafen. Bei Ankunft wurden wir noch von der Frau des Besitzers empfangen und wir gingen gleich ins Zimmer.
Es handelt sich um eine einfache aber tolle Unterkunft. Ein großes, sauberes Zimmer mit Balkon, einer extra Küche und einem kleinen Bad. Inklusive Frühstück zahlen wir hier für 5 Nächte 132 € 😉. Da es schon 21 Uhr war haben wir uns alle fertig fürs Bett gemacht und sind schlafen gegangen.
Das Frühstück wird morgens ins Zimmer oder auf den Balkon gebracht. Zubereitet wird es von der Besitzerin und schmeckt mega lecker.



Am ersten Morgen haben wir uns erstmal etwas auf dem Anwesen umgeschaut. Hier merkten wir gleich die kulturellen Unterschiede. Bali ist zu 80% hinduistisch. Bei Hinduisten ist es so, dass jede Familie auf Ihrem Anwesen einen eigenen kleinen Tempel besitzt. Hier werden dann jeden Tag Opfergaben in Form von Räucherstäbchen und Blumen an den Tempel gebracht.
Auffällig ist auch, dass die Balinesen viel mit Blumen und Pflanzen dekorieren aber auf ganz spezielle Weise. Einfach traumhaft, es sieht alles so gemütlich und verwunschen aus.
Den ersten Tag wollten wir langsam angehen und uns Ubud erstmal anschauen und zu Fuß erkunden. Vielleicht habt ihr schon davon gehört, dass in Ubud viel Verkehr ist und viele Roller fahren ….ich kann euch sagen, es ist viel schlimmer 😉. Und dazu kommt noch die Fahrweise und die nichtexistierenden Verkehrsregeln. Wir haben sowieso nicht vorgehabt einen Roller zu mieten…aber wenn man das Chaos sieht, fragt man sich wer das überhaupt freiwillig mache will 😉
Aber trotz den vielen Verkehr finden wir Ubud total toll.
Neben den tausenden privaten Tempeln stehen noch an vielen Ecken große öffentliche Tempel. Diese darf man als Mann, sowie als Frau nur mit Sarong betreten. Wir sind einfach drauflosgelaufen und haben uns, ohne großen Plan die Märkte und den Ubud Palace angeschaut. Mittags haben wir uns noch einen Warung gesucht und haben lecker zu Mittag gegessen. Die Preise für Essen und Trinken sind hier auf Bali nochmal um einiges günstiger als in Thailand. Für ein Hauptgericht zahlt man hier zwischen 2-3 Euro.



Da wir für nachmittags auch ein Highlight für die Kinder bieten wollten, sind wir noch zum Monkey Forest gelaufen. Ein kleiner Dschungel mitten in Ubud in dem Affen ihr Unwesen treiben. Hier konnten wir die vielen Affen beobachten. Ein kleines Äffchen kam dann auf Leano zu und hat einfach so sein Händchen genommen. Das war natürlich ein tolles Erlebnis für den Kleinen.



Für den Rückweg haben wir uns ein Taxi gegönnt, da wir an diesem Tag genug in der Hitze gelaufen sind.
Zum Abendessen sind wir in einen Warung gelaufen, der ein paar Minuten von unserer Unterkunft entfernt ist. Hier sitzt man in einem schönen Hof mit vielen Pflanzen und bekommt leckeres Essen. Wir haben für uns vier 13 € ausgegeben 😊
Für Tag zwei haben wir uns schon von Deutschland aus einen deutschsprachigen Fahrer gebucht, der mit uns über die Insel fährt und uns ein paar schöne Orte zeigt.
Wir wurden morgens nach dem Frühstück um 9 Uhr abgeholt. Zuerst sind wir zu den Tegallalang Reisterrassen gefahren. Diese sehen echt atemberaubend toll aus. Hier haben wir ein Weilchen verbracht und haben noch etwas über den Reisanbau erfahren.


Danach ging es weiter zum Gunung Kawi Sebatu Tempel. Das ist ein sehr schöner Wassertempel. Hier durften wir nur mit einem Sarong bekleidet eintreten welchen wir uns am Tag vorher schon auf dem Markt gekauft hatten. Wir haben den Tempel ein wenig erkundet und die Kinder durften die Koi-Karpfen noch mit Fischfutter füttern.


Anschließend ging es zu dem bekanntesten Wassertempel, dem Tirta Empul. Hier wimmelt es im Gegensatz zu dem vorherigen Tempel von Touristen, denn man kann sich auch an den heiligen Quellen reinwaschen lassen. Hier stand also eine lange Schlange von Leuten. Wir haben uns das Spektakel von Außen angeschaut und haben das Gelände noch erkundet. Hinter dem großen Becken mit den Wasserspeiern befindet sich ein weiteres Becken in dem man die Wasserquelle sehen kann, die aus dem Boden herausgesprudelt kommt.



Zur Stärkung haben wir auf dem Weg noch einen Warung besucht und Mittag gegessen.
Zum Abschluss haben wir noch die Tegenungan Wasserfälle angeschaut. Hierfür mussten wir fast 200 steile Stufen runter steigen (und später wieder hoch). Anschließend ging es dann zurück.


Am Abend, nach dem Abendessen gab es ein weiteres Highlight. Gegenüber unserer Unterkunft fand eine Kecak-Tanzaufführung statt. Der Kecak ist ein balinesisches Tanzdrama bei dem 50 bis 100 männliche Tänzer zum Einsatz kommen, welche im Chor mit einem Solosänger Verse vortragen, die auf Elementen des indischen Epos Ramayana basieren. Hierbei kommen noch andere Figuren in den Kreis der Tänzer wie der Prinz Rama, seine Gattin Sita, der Affengeneral Hanuman, der adlergestaltige Götterbote Garuda und als Ramas Gegenspieler der Dämonenkönig Ravana.


Die Vorführung ging ca. eine Stunde. Uns hat die Vorführung wirklich sehr gefallen und total fasziniert. Selbst die Kinder saßen die ganze Zeit ruhig da und verfolgten gespannt das Spektakel. Solltet ihr mal in Bali sein, würde ich euch solch eine Vorführung empfehlen, die euch auf jeden Fall ein Stück balinesische Kultur näherbringt.


















































































































































