Wir haben nun schon einige Tage nichts mehr gepostet. Das liegt einfach daran, dass wir auf Gili Air einfach mal „gechillt“ haben. Urlaub vom Urlaub sozusagen 😉. Denn das geht auf Gili Air besonders gut. Aber eins nach dem anderen…
In Bangsal Lombok am Hafen hat man drei Möglichkeiten nach Gili Air zu kommen. Entweder man nimmt ein Public Boat, ein Fastboat oder eine private Überfahrt. Bei dem Publicboat handelt es sich um ein Boot, welches immer erst losfährt, sobald es voll ist und kostet 20.000 IR (1,24€) pro Person, Dauer 20 Minuten. Das Speedboat kostet 85.000 IR (5,27 €) pro Person und fährt jede Stunde, Dauer 20 Minuten. Das private Speedboat fährt sobald man 350.000 IR (21,70 €) bezahlt hat, Dauer 20 Minuten.
Wir haben uns für das Public entschieden und haben es nicht bereut. Nachdem wir das Ticket gekauft haben, mussten wir vielleicht 10-15 Minuten warten und es ging los nach Gili Air.



In Gili Air am Hafen angekommen ging es erstmal mit der Pferdekutsche zum Hotel. Auf Gili Air fahren keine Autos und die Pferdekutsche ist leider die einzige Möglichkeit, mit seinem Gepäck ans Hotel zu kommen. Wenn man sich die Pferde anschaut hat man wirklich nicht die geringste Lust, den Service in Anspruch zu nehmen. Die Tiere sehen nicht gut aus und müssen für unseren Geschmack zu viel schleppen. Unser Hotel liegt leider auf der anderen Seite der Insel und somit haben wir uns, mit schlechtem Gewissen, für eine Pferdekutsche entschieden.
Am Hotel (Musa Bungalow) angekommen, sind wir erstmal von einem jungen, sehr freundlichen Team begrüßt worden. Der erste Eindruck war total klasse. Sehr schöner, gepflegter Garten, mit kleinem sauberem Pool. Wie ein kleines Paradies. Als wir in unser Familienbungalow geführt wurden waren wir uns ziemlich schnell einig, dass wir hier am liebsten länger bleiben wollten, denn hier gefällt es uns richtig gut und wir haben uns sofort wohl gefühlt. Danach sind wir noch am Strand spazieren gegangen und haben die Gegend erkundet und uns zum Sonnenuntergang an den Strand gesetzt. Als wir abends am Hotel waren, war uns klar, dass wir hier verlängern müssen 😊 Eigentlich waren 4 Nächte geplant und die letzten 7 Tage in Indonesien waren wieder auf Lombok, Kuta geplant. Wir haben dann den Aufenthalt in Kuta auf 4 Nächte gekürzt und die drei übrigen hier auf Gili Air drangehängt 😉.



Auf Gili Air waren wir sozusagen insgesamt 7 Nächte, ohne irgendwelche Pläne. Bis auf einen Schnorchelausflug, den wir einen Tag im Voraus buchen mussten, haben wir immer erst beim Frühstück überlegt, was wir machen möchten.
So sind wir einmal zum Hafen in den Süden gelaufen und haben uns einfach mal etwas umgeschaut. Hier gibt es mehrere kleine Läden und wir haben noch eine Kleinigkeit für die Kids gekauft. Auch hier waren wir mal wieder von der Freundlichkeit der Einheimischen entzückt. An einem anderen Tag haben wir uns Schnorchelmasken geliehen, und im Nordosten der Insel die Unterwasserwelt erkundet. Dabei haben wir 3 Schildkröten gesehen.
Bei dem gebuchten Schnorchelausflug ging es zu drei Schnorchelspots, verteilt auf den 3 Gili Inseln. Zunächst ging es nach Gili Meno zum sogenannten Bask Nest. Hierbei handelt es sich um 48 lebensgroße Statuen im Meer, welche an der Westküste von Gili Meno versenkt wurden. Der Künstler Jason deCaires Taylor erschuf die Statuen mit der Intension, den Kreislauf des Lebens darzustellen. Aus diesem Grund stehen und liegen die Figuren im Kreis.
Die somit künstlich erstelle Touristenattraktion tut demnach genau das was Sie soll…Touristen anlocken.
Als wir an dem Schnorchelspot angekommen sind waren schon sehr viele Menschen im Wasser. Und man musste echt schauen, dass man keine fremden Flossen ins Gesicht bekommt. Wir machten ein paar Fotos, wollten dann aber dann schnell wieder weg. Anschließend ging es zu einer Stelle, wo man Schildkröten sehen konnte. Jedoch fanden wir es auch hier nicht so toll. Es waren gefühlt 50 Menschen, die eine Schildkröte umgarnten und jeder versuchte ein Foto gemeinsam mit der Schildkröte zu machen. Der letzte Schnorchelspot war ein ruhiges Korallenriff. Hier konnten wir noch etwas in Ruhe die Unterwasserwelt beobachten. Der Ausflug an sich hat uns im Nachhinein leider nicht so sehr gefallen. Das was wir hier gesehen haben, hatten wir vorher schon auf eigene Faust gesehen.
An zwei anderen Tagen haben wir uns zwei Fahrräder gemietet, um die Insel zu erkunden. Das hat uns und den Kindern viel Spaß gemacht.

Zum Essen waren wir entweder in einem Warung oder in Restaurants am Strand. Aber an einem Abend hat uns der Appetit auf Pizza gepackt. Wir hatten vorher schon ein Restaurant empfohlen bekommen, wo es sehr gute Pizza geben soll. Also probierten wir das nun aus. Während drum herum relativ wenig los war, standen die Leute bei Mama´s Pizza Schlange. Wir haben zum Glück noch einen Platz bekommen. Und wir müssen sagen, die Pizza war wirklich sehr lecker. Auch die Kinder waren total happy damit. Am nächsten Abend sind wir deshalb direkt nochmal dort hin 😊


Eine Geschichte, die wir absolut unvergesslich und besonders finden, wollen wir hier noch erzählen. Dafür müssen wir allerdings etwas ausholen 😉
Wer unseren Blog liest, weiß, dass wir ziemlich am Anfang unserer Reise in Thailand im Khao Sok Nationalpark eine Tour zum Rachapraoa-Staudamm und dem Chiewlarn Stausee unternommen haben. Dort saßen wir in einem Longtailboot mit ca. 20 weiteren Personen. Direkt hinter uns saß ein französisches Pärchen. Wir kamen kurz ins Gespräch und sie machten ein paar Scherze mit den Kindern. Wir haben bei der Tour nur am Rande erfahren, dass auch Sie 3 Monate unterwegs sind, mehr nicht. Als wir dann 2 Wochen später auf der Insel Koh Lanta waren und eines Morgens zum Frühstücken in ein Café gingen, haben wir die beiden wieder getroffen. Das war schonmal ein witziger Zufall. Nach kurzem Grüßen sagten wir nur „see you“. 3 Wochen später, als wir eines Abends auf Nusa Lembongan (Indonesien) vom Strand zu unserem Hotel liefen, saß das Pärchen in einem Restaurant und winkte uns zu. Wir waren erstmal alle verblüfft. Nach einem Gespräch sagten wir dann: „Wenn wir und nochmal über den Weg laufen, gehen wir einen trinken“.
So, nachdem wir das ganze geschrieben haben, könnt ihr euch vermutlich denken, wen wir auf Gili Air am Strand wieder getroffen haben 😉
Das fanden wir schon mega witzig. Jetzt mal im Ernst, die Wahrscheinlichkeit sich 4 Mal in 3 Monaten in 2 unterschiedlichen Ländern mit zwei völlig unterschiedlichen Reiserouten ganz zufällig zu treffen, ist eher gering. Wir fanden das so toll, dass wir uns zum Abendessen verabredet haben. Wir waren in einem neuen Restaurant welches zufällig an diesem Abend seine Eröffnung feierte. Das war echt toll, denn das Essen war hier heute sogar umsonst. Wir saßen direkt am Strand mit Live Musik, Feuerwerk und tollem BBQ. Die beiden sind übrigens aus Paris, und wer weiß, vielleicht treffen wir uns dort mal zum Frühstück 😉 Nach 7 entspannten Nächten auf der wunderschönen Insel Gili Air ging es dann wieder nach Lombok um unsere letzte Station in Indonesien zu besuchen.







































































